In vielen Kinderzimmern liegt die getragene Kleidung dort, wo sie zuletzt ausgezogen wurde: neben dem Bett, mitten auf dem Boden oder halb unter dem Stuhl. Das liegt selten an Trotz. Ein Kind kann noch nicht überblicken, was schmutzig ist und was noch einmal getragen werden darf, und der große Wäschekorb im Bad steht oft zu weit weg. Ein eigener Korb in Reichweite ändert daran erstaunlich viel.
Wählen Sie einen Korb, den das Kind selbst tragen und ausleeren kann. Er sollte nicht zu schwer sein, Griffe haben und keine scharfen Kanten. Stellen Sie ihn dorthin, wo sich das Kind meistens umzieht, also ins Zimmer oder direkt neben den Schrank. Ein aufgeklebtes Bild oder ein aufgemalter Name macht den Korb zu etwas Eigenem, und viele Kinder sind stolz, wenn sie für etwas zuständig sind.
Zeigen, was hineingehört
Erklären Sie am Anfang in einfachen Worten, was in den Korb kommt: Socken, Unterwäsche, Hemden mit Flecken und alles, was nach dem Spielen draußen schmutzig geworden ist. Ein Kleidungsstück, das nur kurz getragen wurde, darf zurück in den Schrank. Damit das Kind den Unterschied lernt, hilft es, gemeinsam zu schauen und zu riechen, statt einfach nur zu bestimmen.
Loben Sie es, wenn etwas im Korb gelandet ist, auch wenn der Wurf nicht ganz getroffen hat. Machen Sie daraus ein kleines Spiel: Wer trifft die Öffnung am besten? Rückfälle gehören dazu, besonders in hektischen Wochen oder nach den Ferien. Erinnern Sie dann freundlich, statt hinterherzuräumen, sonst lernt das Kind, dass die Aufgabe eigentlich gar nicht bei ihm liegt.
Einmal in der Woche kann das Kind beim Wegbringen helfen. Es trägt den Korb bis zur Waschmaschine, sortiert helle und dunkle Sachen in zwei Haufen und darf vielleicht sogar den Knopf drücken, wenn ein Erwachsener dabei ist. So versteht es den ganzen Weg der Kleidung vom Schrank über den Korb und die Maschine bis zurück in die Schublade.
Mit der Zeit wird der Korb zur Selbstverständlichkeit. Die Kleidung liegt seltener auf dem Boden, es geht weniger verloren, und die Erwachsenen sparen sich viele Handgriffe. Vor allem lernt das Kind früh, dass Ordnung nichts Lästiges ist, sondern etwas, das jeder im Haushalt ein Stück weit selbst in der Hand hat.